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Kolumne
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Donnerstag, 23. September 2010 |
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War es richtig am 16. Oktober 1989 in Leipzig auf die Straße
zu gehen? Hat dieser Einsatz etwas gebracht? Auf diese grundsätzliche Frage
kann ich nur mit einem deutlichen „JA“ antworten – ich bereue es nicht, auch
wenn die Wiedervereinigung nicht ganz so gelaufen ist, wie ich sie mir
gewünscht hatte. Der Fall der Mauer spielte bei unseren Überlegungen keine
Rolle, aber von diesem Moment an ging die Entwicklung in „Siebenmeilenstiefeln“
voran. Es gab keinen aktuellen Plan, was dringend geregelt werden muss und wie
die Interessen der Menschen aus der DDR „richtig“ bedacht werden. Wenn ich
durch den Landkreis Elbe-Elster fahre laden überall die „wachgeküßten“ Dörfer
und Städte ein. Das flächendeckende Grau ist freundlichen Farben gewichen. Menschen
mit Ideen und Visionen haben Brandenburg geprägt. Die Akteure haben Schätze
gehoben, Technik erlebbar gemacht und mit vielen Aktionen ein „Wir-Gefühl“ in
der Region verankert. Ja, ich wollte 1989 dringende Veränderungen! Ja, ich bin
im Oktober 89 dafür mit Vielen in Leipzig auf die Straße gegangen! Ja, ich
wollte mehr Freiheit für mich, für meine Kinder und die Zukunft. Nach dem Fall
der Mauer war es dann eine notwendige Folge die Möglichkeit der
gesellschaftlichen Gestaltung auch zu nutzen und in der gewonnen Freiheit
politische Verantwortung zu übernehmen.
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Kolumne
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Montag, 26. April 2010 |
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Von der Terrasse meines Hauses in
Betten, sehe ich bei schönem Wetter den „Eifelturm liegen".
Genau so wird die ehemalige Abraumförderbrücke F 60, die in
Lichterfeld ihren letzten Standort fand, genannt. Am Tag lädt
der Stahlkoloss zum Staunen und zum Besichtigen ein, in der Nacht
sorgen Lichtinstallationen und Klänge früherer
Arbeitsgeräusche für Gänsehaut.
Ich lade meine Gäste immer zu
einem Ausflug zur F 60 ein, denn nirgendwo anders ist Industriekultur
in dieser Größenordnung erlebbar und begehbar.
Barbara Hackenschmidt
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